Was hat mein Leben geprägt?

18 12 2008

Gestern auf der Tabor Weihnachtsfeier fragt mich eine Studentin „Was hat Dein Leben geprägt?“ Was hab ich geantwortet?

Das erste, was mir sofort in den Sinn kam, war meine Zeit auf der M/S Anastasis (siehe link Mercy Ships). Das war die beste Zeit meines Lebens (bis auf die 2 Monate Outreach, die haben mich fast gekillt!) Dort hab ich gelernt, was Jüngerschaft ist und wie man Jüngerschaft lebt.

Als nächstes fiel mir eine Person ein: Hartmut Reeber, Prediger im Blauen Kreuz Ansbach. Er kam nach Ansbach in dem Jahr, in dem ich zum Glauben gekommen war und war fortan mein Mentor. Er hat mich herausgefordert, ermutigt, hinterfragt, unterstützt und gefördert,  er hat mir mehr zugetraut als ich mir selbst und hat entdeckt, was in mir steckt. Wäre er nicht gewesen, ich wäre ein anderer Mensch.

Ganz sicher hat mich auch Tabor geprägt. Persönlich hab ich in der Zeit in Abgründe geblickt und musste noch mal neu buchstabieren wer ich bin. Das hat mich soviel Kraft gekostet, dass ich diese vier Jahre als die anstrengendsten Jahre meines Lebens bezeichnen würde. Trotzdem möchte ich sie nicht missen und ich kann heute mit Dankbarkeit zurückblicken. Tabor hat mein Herz geweitet (ich bin barmherziger geworden), meinen Glauben (Gott ist mir größer geworden) und meinen ganzen Horizont (sicher bin ich auch gescheiter geworden).

Bestimmt spielen auch meine Reisen eine große Rolle in meiner Prägung. Ein Aufenthalt in Willow Creek, der Besuch vieler unterschiedlicher Gemeinden in Afrika, Neuseeland, USA, Norwegen, England … und vor allem die vielen Begegnungen mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

Am Ende ist es wohl mein gesamter Lebenslauf, der mein Leben prägt. Alle Menschen, Ereignisse und Erfahrungen.





Tabor Weihnachtsfeier

18 12 2008

Gestern war ich auf der Tabor Weihnachtsfeier. Marburg ist ja nur zwei Stunden weg und da bin ich mal eben hingeflitzt.

Und es hat sich gelohnt für mich! Dabei war ein Zeugnis von einer Taborwitwe, das mich sehr bewegt hat. Da steht diese Frau und sagt mit gebrochener Stimme „Nie wieder mit Harry, nie wieder für Harry, nie wieder wegen Harry … aber immer noch – und diesmal mit fester Stimme – (frei wiedergegeben) mit Jesus, für Jesus und wegen Jesus.“

Da erschienen Schwachheit und Stärke nebeneinander, da hat sich zur Trauer die Hoffnung gesellt, da stand ein Mensch mit Gott an seiner Seite. Gewaltig!