Mein letzter Tag …

25 06 2011

… in der Neuen Hoffnung.
Die Neue Hoffnung ist eine Art vorübergehendes Zuhause für ausgebrannte Hauptamtliche und Missionare, eine christliche Lebensgemeinschaft zum Aufatmen.

Nach meinem Burnout und den beiden darauffolgenden Klinikaufenthalten konnte ich hier wieder zu Kräften kommen und mich auch geistlich wieder aufrichten lassen.
Ein wunderbarer Ort, an dem jeder sein darf wie er ist. Fast ein Stückchen Himmel auf Erden.
Und die Engel in diesem Haus sind Gisela Stübner, Iris Völler, Elisabeth Antritter und Elisabeth Rupprecht. Sie sind Seelsorger- und Therapeutinnen und sie begleiten uns 7-10 Bewohner/innen mit viel Herz und vor allem mit großer Kompetenz.

Bevor ich hier her kam war mir nicht bekannt, wieviele Hauptamtliche und Missionare mit schweren inneren Nöten aus ihrem Dienst ausscheiden müssen, weil sie einfach nicht mehr können. Klar hörte man gelegentlich mal von einem Kollegen, der wieder zurückgegangen ist in seinen alten Beruf, aber wen interessierten schon die Hintergründe.

In unseren Gemeinden liegt so viel Augenmerk auf jenen, die vorne reinkommen.
Aber wer zählt jene, die hinten wieder rausfallen: verletzt, geprellt, ausgenutzt, erschöpft und fertig mit Gott und der christlichen Welt?
Ich kenne (noch) keine Zahlen, aber ich kenne Namen, habe im letzten Jahr etliche solcher Menschen kennengelernt und ich weiß, dass es viele sind.

Mein Wunsch wäre, dass jeder von ihnen einen Ort findet, an dem er neue Hoffnung schöpfen kann, so wie ich.
Mein Herz hat angefangen, für jene zu schlagen, die sich durch ihr Erleben in christlichen Familien und Kreisen abgekehrt haben von allem, was „fromm“ ist.
Und ich trauere um all die, welche ihr Herz auch vor Gott verschlossen haben.

Dabei gibt es Hoffnung!
Und es gibt das Haus der NEUEN HOFFNUNG, aus dem ich morgen leider ausziehen werde, jedoch mit neuer Hoffnung im Herzen und auch mit neuer Hoffnung für den Menschen, der nach mir einziehen wird.

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Dafür krieg ich Geld!

24 07 2009

Ich will gleich ins Bett gehen, aber ich muss noch warten bis das Wasser für die Wärmflasche heiß ist. Da dachte ich, ich schreib noch schnell, einfach um jemandem mitzuteilen, was für einen tollen Abend ich hatte.

Erst war ich mit den Jugendlichen aus der Gemeinde bei einem Umzug mit anpacken (mein neuer Kollege mit Frau und Tochter ist angekommen), und dann waren wir noch in der Talsperre schwimmen.
Es war ein Traum!

Am Himmel waren zwar dunkle Wolken, aber wir sind trotzdem ins Wasser gegangen und waren ganz alleine da.
Dann sind wir ein paar Mal von der Staumauer gesprungen und grade als wir wieder an unseren „Lagerort“ zurück schwimmen wollten, prasselte der Regen auf uns nieder und da sind wir noch länger drin geblieben, weil das so schön war.
Nass waren wir ja schon, deshalb hat uns der Regen gar nichts ausgemacht. Allerdings hatten wir am Ende keine trockenen Sachen mehr, weil alles am Ufer gelegen hatte und natürlich pitsch nass geworden ist. Also sind wir am Ende alle in Handtücher gewickelt in die Autos gehoppst und so nachhause gefahren.
Und dafür krieg ich Geld!

Aber das war noch nicht alles … Zuhause hab ich geduscht, eine heiße Milch mit Honig geschlürft und, weil es noch so früh war, noch ein paar Sachen am Computer erledigt. Dabei wollte ich mir ein bisschen Musik anmachen (Jason Mraz ist im Moment mein absoluter Sommer-gute-Laune-Tipp) und hab bei youtube „Geek in pink“ gefunden. Das perfekte Stück Musik für diesen Abend!

Und das war’s jetzt. Ich glaube glücklicher kann ich nicht sein.

Lieben Gruß und gute Nacht





London, Paris, New York …

25 02 2009

Seit gestern Abend bin ich wieder aus Baltrum zurück.
Der Wahnsinn, was ich allein im Februar unterwegs war:
– eine Woche Fuerteventura (Urlaub)
– zwei Tage Marburg (Treffen der Hauptamtlichen Frauen aus Tabor)
– drei Tage Baltrum (Leiter-Tagung)
– ein paar Stunden Hollywood (Oscar-Verleihung im Fernsehen) …

Und in den nächsten Monaten geht’s fast so weiter: Kassel, Marburg, Nürnberg, Rom …

Ich komme mir schon vor wie eine dieser vielreisenden Karrierefrauen (allerdings in etwas bescheidenerer Ausführung), die heute in London aus dem Flieger steigen und morgen in Madrid.

Aber Hauptsache die Frisur sitzt!

Jetzt fällt es mir nur schwer, wieder ins Alltagsgeschäft hineinzufinden.
Ich brauche irgendwie einen bestimmten Rhythmus, damit ich arbeiten kann: regelmäßige Abläufe und feste Zeiten für bestimmte Dinge. Das alles hab ich unterwegs verloren, deshalb heißt es heute erst mal wieder Disziplin üben, sich auf den Hintern setzen, die Dinge anpacken und es durchziehen!
Na dann! Allseits guada Gschäftn!