Komplett daneben!

14 12 2012

Ich höre mit Erstaunen zu als meine Freundin Judika, eine Künstlerin (!), im Hintergrund von einem Blatt Papier vorliest:

Präparieren einer Kavität und Restauration mit Kompositmaterialien, in Adhäsivtechnik, dreiflächig, ggf. einschließlich Mehrschichttechnik, einschließlich Polieren, ggf. einschließlich Verwendung von Inserts. Füllungsfläche: mod abzüglich BEMA 13c.

Boah, denke ich, die Judika hat’s drauf: Restauration, Mehrschichttechnik, Polieren, abzüglich BEMA 13c… Was die alles kann! Und was das wohl für ein Kunstwerk wird? Vermutlich handelt es sich um einen komplizierten Auftrag, eine große Herausforderung!
Klar, schließlich ist sie selbstständig: da kommen Anfragen und Aufräge rein. Ich bin beeindruckt!
Bis sie sagt:

… ist gleich: Wurzelbehandlung.





Mein letzter Tag …

25 06 2011

… in der Neuen Hoffnung.
Die Neue Hoffnung ist eine Art vorübergehendes Zuhause für ausgebrannte Hauptamtliche und Missionare, eine christliche Lebensgemeinschaft zum Aufatmen.

Nach meinem Burnout und den beiden darauffolgenden Klinikaufenthalten konnte ich hier wieder zu Kräften kommen und mich auch geistlich wieder aufrichten lassen.
Ein wunderbarer Ort, an dem jeder sein darf wie er ist. Fast ein Stückchen Himmel auf Erden.
Und die Engel in diesem Haus sind Gisela Stübner, Iris Völler, Elisabeth Antritter und Elisabeth Rupprecht. Sie sind Seelsorger- und Therapeutinnen und sie begleiten uns 7-10 Bewohner/innen mit viel Herz und vor allem mit großer Kompetenz.

Bevor ich hier her kam war mir nicht bekannt, wieviele Hauptamtliche und Missionare mit schweren inneren Nöten aus ihrem Dienst ausscheiden müssen, weil sie einfach nicht mehr können. Klar hörte man gelegentlich mal von einem Kollegen, der wieder zurückgegangen ist in seinen alten Beruf, aber wen interessierten schon die Hintergründe.

In unseren Gemeinden liegt so viel Augenmerk auf jenen, die vorne reinkommen.
Aber wer zählt jene, die hinten wieder rausfallen: verletzt, geprellt, ausgenutzt, erschöpft und fertig mit Gott und der christlichen Welt?
Ich kenne (noch) keine Zahlen, aber ich kenne Namen, habe im letzten Jahr etliche solcher Menschen kennengelernt und ich weiß, dass es viele sind.

Mein Wunsch wäre, dass jeder von ihnen einen Ort findet, an dem er neue Hoffnung schöpfen kann, so wie ich.
Mein Herz hat angefangen, für jene zu schlagen, die sich durch ihr Erleben in christlichen Familien und Kreisen abgekehrt haben von allem, was „fromm“ ist.
Und ich trauere um all die, welche ihr Herz auch vor Gott verschlossen haben.

Dabei gibt es Hoffnung!
Und es gibt das Haus der NEUEN HOFFNUNG, aus dem ich morgen leider ausziehen werde, jedoch mit neuer Hoffnung im Herzen und auch mit neuer Hoffnung für den Menschen, der nach mir einziehen wird.





entschleunigt

5 05 2011

Es ist noch nicht allzulange her, da spürte ich eine große Sehnsucht in mir:       „Einfach mal wieder nur sitzen und nichts tun“ oder „einfach mal wieder eine CD mit schöner Musik ganz bis zum Ende hören und dann selbst noch die Stille danach eine Weile genießen.
Damals hab ich es versucht, aber es ging nicht!
Das Sitzen und Nichtstun wurde mir nach 3 Minuten bereits langweilig und ich sah mich schneller als gedacht wieder von der idyllisch gelegenen Bank in freier Natur aufspringen und nachhause eilen – an den Schreibtisch.
Auch auf Musik lauschen wollte mir nicht mehr so gelingen wie einst, ebenso wenig das zweckfreie Lesen, das mit Muße ein Bad Nehmen und selbst das genussvolle Essen.

Heute, gut ein Jahr nach meinem Burn out, ist mein Leben entschleunigt.
Mit Freude stelle ich fest, dass es mir wieder möglich ist stille zu sein, zu genießen, mir Zeit zu nehmen zum Leben und Aufatmen …
Ich fühle mich nicht mehr getrieben und gehetzt, sondern bin nun wieder Herrin meiner Zeit, nicht mehr Sklavin meiner inneren Unruhe.

Was für ein Geschenk!
Ich hoffe, es wird mir gelingen, die gewonnene innere Ruhe zu bewahren und auch langfristig entschleunigt zu leben.
Dabei habe ich nichts gegen ein bisschen Beschleunigung zwischendurch, jedoch will ich nie mehr erleben, dass der Gashebel klemmt!





Seltsame Anwandlung

20 04 2011

Es stören mich tatsächlich die roten Tulpen vor meinem Terrassenfenster. Und die gelben Narzissen eigentlich auch.
„Warum das?“ frage ich mich.       

Ich freue mich derzeit sehr an der Natur und ihrem explodierenden Farbenspiel, warum also nicht auch über rot und gelb auf meiner Terrasse?
Noch bevor der Kaffee ausgetrunken ist, dämmert es mir:
Diese intensiv leuchtenden Blüten, die sich mit der Sonne so anmutig öffnen, die so schön sind und so fein geformt, … diese tollen Frühlingsboten, die so wirken als würden sie sich all die Mühe nur machen, um meine Welt schön zu blühen, … sie passen mit ihrem rot und gelb einfach nicht in meine grün-weiße Welt!

Ja, grün-weiß ist meine Welt – meine Wohnung.
Alle andersfarbigen Utensilien hab ich beim letzten Umzug aus meinem Besitz gestrichen und auch all meine Wände sind weiß (außer die im Bad, die sind grün.)

Was mache ich nun also mit den rot-gelben „Farbverirrungen“ in meinem Blumenbeet?
Im Moment denke ich, es wird wohl alles okay sein:
– sie, meinem Perfektionismus zum Trotz, stehen lassen und mich durch ihr Dasein daran erinnern lassen, dass bei Gott „anders“ nicht nur sein darf, sondern gewollt ist!
– oder sie aus meinem ansonsten weiß-grünen Blumenbeet entfernen und sie dafür nächstes Jahr alle zusammen in einem großen Blumenkübel blühen zu lassen, den ich dann neben das Terrassenbeet stellen werde. Denn etwas nebeneinander stehen zu lassen kann manchmal auch etwas heilsames haben. Und in manchen Fällen kann es sogar sinnvoller sein, als etwas zusammenzupacken, was sich nicht verträgt.

Und vielleicht sind seltsame Anwandlungen auch gar nicht immer nur zu unterdrücken …
Kann sein, man lernt im Nachspüren wieder etwas über Gott und die Welt … und über sich selbst.





Einen Schritt weiter

17 11 2009

Wie’s aussieht werde ich keinen Hund haben.
Oder?
… Ich bin noch unentschlossen.
Viel weiter bin ich inzwischen hinsichtlich meiner Absicht, türkisch zu lernen. Hab heute in der Stadt eine kleine Anzeige ans schwarze Brett gehängt – von wegen Unterricht.
Bin mal gespannt, ob sich jemand meldet.
Jedenfalls gibt es hier in Plettenberg sehr viele Türken und ich hätte jede Menge Gelegenheit, zu üben, … wenn ich es denn je soweit brächte …





… und andere Probleme …

6 11 2009

Ich frage mich, wie ein Hund in mein Leben hineinpassen würde. Ich darf aber, glaube ich, gar keinen hier mitwohnen lassen …
Soll ich türkisch lernen?
Ich hätte gerne eine Brille. So eine wie Anne oder Sabrina oder Heike oder Natascha … Aber ich sehe 130%!
Wie krieg ich 8kg runter?
Wann werde ich endlich eine Esstischlampe finden, die ich wirklich will?
Hab eben eine ganze Packung Mürbteigkekse mit Schokoglasur verkrümelt.
Die wäre sonst verfallen (01.06.10), weil ich mir das Essen bis auf Weiteres ja abgewöhnen will.





Hilfe!

6 11 2009

So schwer wie heute war ich noch nie in meinem Leben!
Die Waage zeigt es an und nicht nur die.
Bisher war ja alle gelegentliche Gewichtszunahme Pippifax im Vergleich …

Schwerer Frust.