Müsste eigentlich …

21 01 2009

Ich müsste eigentlich 12 verschiedene Sachen erledigen (oder lassen wir’s auch 13 sein), stattdessen saß ich bis eben in meinem Sessel, die Füße an der Heizung, in der Linken eine Tasse Karamell-Cappuccino und in der Rechten ein Buch.
Die absolute Antriebslosigkeit!
Stunde um Stunde verstreicht, ohne dass irgendwas geschieht.
Obwohl,  das stimmt nicht ganz! Immerhin versuche ich mir beim laut Lesen das Bauchatmen anzugewöhnen. Ist für jemanden, der gerne singt und viel redet besser, hab ich mir sagen lassen. Und sicher werden dadurch auch die Bauchmuskeln trainiert. Ich meine auch, ich merke schon was!

Eigentlich dürfte ich sowas gar nicht hier schreiben, das ist mir schon klar. Andere Leute sind heute vor lauter Stress vielleicht einem Herzinfarkt erlegen oder wurden mit einem Burnout in eine Klinik eingeliefert. Wie kann ich da öffentlich von meinem faulen Nachmittag erzählen?!
Keine Ahnung.

Ich bin ja schon froh, dass ich jetzt nicht mehr im Sessel sitze, sondern bereits den Weg zum Schreibtisch gefunden habe. Und als nächstes werde ich, bevor es heute Abend zur Bauausschusssitzung geht, sicher auch noch 2 oder 3 von den Sachen erledigen, die ich eigentlich noch machen müsste.
Bleiben nur noch 10 …
… und die schieben wir dann mal getrost auf morgen.

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Winterschlaf

20 01 2009

Im OP früher hatten wir mal einen Patienten, der hatte auf den beiden großen Zehen jeweils eine winzige Tätowierung. Auf dem einen Zeh stand: Ich bin müde und auf dem anderen: Ich auch!

Ich bin zwar nicht tätowiert, aber ich hab, glaube ich, trotzdem überall stehen: ICH BIN MÜDE! Es ist schon fast krankhaft, fürchte ich! Wann immer ich eine frei Minute habe, lege ich mich hin und schlafe sofort ein.
Und jetzt f  a      l          le       n mir auch sc     h     o   n    wie     d   e r   die Augen zu!

N8





Wie schreibt man „Memoiren“?

13 01 2009

Memoaren? Memmoahren? Memoaaren? Memowaren?

Ich wollte schon immer mal ein Buch schreiben!
Beim Schreiben meiner Diplomarbeit wäre ich allerdings beinahe auf der Strecke geblieben, deshalb wird es wohl eher kein wissenschaftliches Buch werden.
Dann dachte ich, ich hätte eine poetische Ader, aber zu mehr als zu folgendem Gedicht, das ich für das Mädchen aus dem Erdgeschoss geschrieben habe, hat es dann doch nie gereicht:

Des Nachts da brummte ein Motor,
wie Donner drang es an mein Ohr.

Ich dachte mir, wer kommt denn da?
Ist das vielleicht Victoria?
Sie hat ja jetzt, und das ist schön,
einen Chauffeur, der sie verwöhnt
und direkt vor die Haustür bringt
und freundlich Gute Nacht ihr singt.
So einen Freund hätt ich auch gerne,
doch weilt der noch in weiter Ferne,
wie ich vermut und drum ist’s besser,
ich schärf jetzt nicht die Küchenmesser!
Viel lieber kuschel’ ich mich ein
und warte auf ein Träumelein.

Hier wird alles in allem deutlich, dass die Sparte „ernstzunehmende Unterhaltungsliteratur“ wohl ebenfalls nix für mich ist.

Und da dachte ich, wo ich mich hier schon mal darin übe, mein Leben und mein Wirken im Kontext meiner Zeit und der Welt, in der ich lebe, schriftlich festzuhalten, könnte dies doch ebensogut der Anfang meiner Memowahren (zuletzt bevorzugte Schreibweise) sein.

Ich überleg schon mal wie der Titel lauten könnte …





Ganz verwunderlich!

13 01 2009

Ich mach mir Gedanken.
Wie kann das sein, dass Gott mich anspricht und ich weiß, er redet mit mir und meint mich? Das ist mir ein Wunder!
Was mir über 20 Jahre lang so selbstverständlich war, scheint mir derzeit höchst verwunderlich und ich kann es gar nicht fassen.
Allzumal die Mehrheit der Leute um mich herum diese Erfahrung gar nicht kennt.
Ich schätze, deshalb glauben sie auch nicht.
Oder sie glauben nur „an“ Gott im Sinne von „es wird ihn schon geben, den Gott, … irgendwo“.
Ich aber glaube „ihm“, d.h. dem, was er sagt, weil er mich anspricht.

Aber wieso eigentlich? Oder wieso mich und nicht alle? Oder spricht er alle an, aber nicht jeder kann ihn hören?
Sicher gibt es Leute, die wollen ihn nicht hören, dann ist für mich die Sache klar. Aber es gibt doch auch die, die ihn suchen und nicht finden, die horchen und nichts hören.
Allerdings, vielleicht suchen und horchen sie, haben dabei aber ihre festen Vorstellungen davon, was sie finden und hören müssten. Dann kann es natürlich auch nicht gelingen, weil Gott so ist wie er ist und nicht wie wir ihn uns denken.
Ob das das Geheimnis ist? Gott, Gott sein lassen?

Ich weiß jedenfalls nicht, dass ich ihn je gesucht hätte. Ich weiß nur, er hat mich gefunden.

Ganz verwunderlich!





Is ja schon gut!!!

9 01 2009

Seit ich diesen Nordkap Artikel geschrieben habe, scheint es, als strafe mich Gott Lügen!
winter-09

Hier: Wieder ein Sonnenaufgang bei klarem Himmel.
Ich sach ja schon nix mehr!





Mir geht’s … komisch

8 01 2009

Geht’s mir schlecht? … Nein!
Geht’s mir gut?… Weiß nicht!
Mir geht’s … komisch.
Typisch ICH, nehm ich an. In Abständen hab ich das schon mal.

Ich stehe morgens auf und denke: Eigentlich könnte ich auch liegen bleiben. Ich habe keine Lust zu arbeiten, aber auch zu nix anderem, also hänge ich rum und habe an nichts Freude.

D.h. das stimmt nicht ganz, denn sonst könnte ich ja sagen: Es geht mir schlecht.
Auf der anderen Seite hab ich nämlich zwischendrin Momente, da weihnachtsgeschenke-08-0021könnte ich schier ausflippen vor lauter Lebensfreude. Wenn ich zum Beispiel meinen kleinen Elch ansehe, den ich zu Weihnachten bekommen habe, oder wenn ich auf dem Nachhauseweg mit dem Mund dicke Schneeflocken auffange und es kribbelt auf der Zunge, wenn sie darauf landen und sogleich zerschmelzen. Und dann ist da noch dies eine Lied auf einer CD, die ich von meinem Bruder zu Weihnachten bekommen habe: Fliang, hochdeutsch fliegen.
Die ganze CD ist sehr besonders und voll schön, aber vor allem dieses Lied
weihnachtsgeschenke-08-004bewirkt bei mir einen Ausstoß von Glückshormonen, da reicht so schnell nix dran.
Danke, lieber Bruder, diese CD macht mich echt glücklich!

Leider ist es dann zwischendurch auch wieder so, als würde sich ein dunkler Schatten über mich breiten und mich lähmen, mich berauben und mir die Sicht verdunkeln. Wenn der nicht wäre, könnte ich fröhlich behaupten: Es geht mir gut.

So muss ich halt sagen: Es geht mir … komisch.





Berichtigung

7 01 2009

Also zugegeben, in Plettenberg scheint ein bis zwei Mal im Jahr doch die Sonne. Oder vielleicht auch ein paar Mal öfter …

Wohnzimmerblick am 6. Januar

Wohnzimmerblick am 6. Januar